Grobe Beleidigung kann Kündigung rechtfertigen

Grobe Beleidigungen können eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Dies hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in seinem Urteil vom 18.05.2016 – 4 Sa 350/15 – erneut bestätigt. Der Arbeitgeber hatte im konkreten Fall einer Mitarbeiterin fristlos, hilfsweise außerordentlich mit Auslauffrist gekündigt, nachdem die Mitarbeiterin eine andere Mitarbeiterin massiv beleidigt hatte. Die Arbeitsrichter sahen es als erwiesen.. weiter →

Recht am Zebrastreifen nicht erzwingen

Grundsätzlich hat ein Fußgänger beim Überqueren einer Straße mittels eines Zebrastreifens ein Vorrecht vor allen anderen Straßenverkehrsteilnehmern. Dass dies in der Realität häufig missachtet wird, ist traurige Gewissheit. Allerdings hat das OLG München festgestellt, dass der Fußgänger sein Vorrecht vor den fahrenden Verkehrsteilnehmern nicht erzwingen darf. Im konkreten Fall war ein Mann im Dunkeln über.. weiter →

Entschädigungsanspruch bei Flugannullierung

Ein Kunde klagte auf Entschädigung wegen einer Flugannullierung aufgrund eines vom Blitz getroffenen Flugzeuges. Die Airline verteidigte sich mit höherer Gewalt. Das Amtsgericht Königs Wusterhausen gab dem Kunden in seiner Entscheidung vom 17.02.2016 jedoch Recht. In der Urteilsbegründung heißt es, dass ein Blitzschlag zwar höhere Gewalt sei, aber keine Ausrede, wenn er schon erhebliche Zeit.. weiter →

Überweisungszeitpunkt für Mietzahlung entscheidend

In Wohnungsmietverträgen darf der Vermieter nach BGH-Entscheidung vom 05.10.2016 – VIII ZR 22/15 keine Klauseln verwenden, die dem Mieter Risiken auferlegen, die der Zahlungsdienstleister zu tragen hat. Im verhandelten Fall ging es darum, dass der Mieter jeweils bis zum dritten Werktag des vereinbarten Zeitabschnittes den Überweisungsbeleg für seine Mietzahlung bei seiner Bank eingereicht hatte. Damit.. weiter →

Problemfall Wechselmodell im Kindesumgang

Da in der heutigen Zeit oftmals beide Eltern berufstätig sind und sich gleichberechtigt an Betreuung und Ausbildung der Kinder beteiligen, ist das sogenannte Wechselmodell seit vielen Jahren juristischer Streitpunkt, sobald die Eltern getrennte Wege gehen. Der BGH hat sich jetzt zum Az. XII ZB 601/15 mit einem Grundsatzurteil dazu eindeutig positioniert wie folgt: Im gleichen.. weiter →

Gartenpflege und Betriebskostenabrechnung

Die Bäume haben grüne Blätter, der Rasen wächst – die Vegetationsperiode hat Fahrt aufgenommen. Die urbane Bebauung ist zunehmend durch Gemeinschaftsgärten geprägt. Gerade bei Mehrfamilienhäusern, bei denen die Mieter zum Teil die Grünflächen nicht einmal nutzen dürfen, legt der Vermieter oder ein von ihm beauftragtes Unternehmen Hand an, um zu pflegen. Jährlich gibt es dann.. weiter →

Zustandekommen eines Werkvertrages – auch wenn der Auftraggeber nicht unterschreibt

Ein Auftragnehmer unterbreitete einem Auftraggeber ein schriftliches Angebot zum Aus- und Umbau eines Lebensmittelmarktes. Das Angebot selbst enthielt keinen Hinweis auf die VOB/B. Der Bauleiter des Auftraggebers fertigte auf der Grundlage des Angebotes des Auftragnehmers einen VOB-Vertrag und ließ diesen vom Auftragnehmer unterschreiben. Nach Unterschriftsleistung durch den Auftragnehmer wurde der Vertragsentwurf an den Auftraggeber weitergeleitet,.. weiter →

Die Warnweste – wer, wann und wie viele?

In der Zwischenzeit ist allgemein bekannt, dass in Deutschland eine Warnwestenpflicht gilt. Diese besagt, dass seit dem 01.07.2014 in jedem Fahrzeug eine Warnweste mitgeführt werden muss. Die Warnweste kann rot, gelb oder orange sein, muss aber der DIN EN471:2003+A1:2007 bzw. der EN ISO 20471:2013 entsprechen. Weitläufig verbreitet ist allerdings die Vermutung, dass pro mitfahrender Person.. weiter →

Wieder Probleme mit dem Lüftverhalten

Gerade wenn sich in Wohnraummietverhältnissen Schimmelbildung zeigt, ist die Frage des richtigen Heiz- und Lüftverhaltens durch den Mieter beständiger Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Das Landgericht Berlin hat im Urteil vom 15.04.2016 – 65 S 400/15 entschieden, dass ein notwendiges Lüften von mehr als 6 x pro Tag für den Mieter nicht zumutbar sei. Das Gericht ging.. weiter →

Außerordentliche Kündigung bei Arbeitsverweigerung

Sofern sich ein Arbeitnehmer zu Unrecht auf ein Leistungsverweigerungsrecht nach § 275 Abs. 3 BGB und/oder auf ein Zurückbehaltungsrecht nach § 273 Abs. 1 BGB beruft, kann dies nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes vom 22.10.2015 als beharrliche Arbeitsverweigerung einen Grund für eine außergerichtliche Kündigung nach § 626 BGB darstellen. In dem vom Bundesarbeitsgericht zu entscheidenden.. weiter →