03 Mrz 2007

Wichtige Änderungen durch das EHUG

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Auf Grund des am 01.01.2007 in Kraft ge­tre­te­nen Ge­set­zes über elekt­ro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter und Ge­nos­sen­schafts­re­gis­ter so­wie des Un­ter­neh­mens­re­gis­ters (EHUG) sind al­le Kauf­leu­te, Han­dels­fir­men und Ge­sell­schaf­ten ver­pflich­tet auf Ge­schäfts­brie­fen gleich wel­cher Form (Bri­efe, Te­le­fax, E-Mail) be­stimm­te Pflicht­an­ga­ben zu ma­chen.

Diese Pflicht­an­ga­ben sind:

– voll­stän­di­ger Fir­men­na­me gem. der Re­gis­ter­ein­tra­gung

– An­ga­be et­wai­ger Rechts­form­zu­sät­ze (e.K., GmbH, GmbH & Co. KG, AG usw.)

– Haupt­sitz des Un­ter­neh­mens

– Re­gis­ter­ge­richt und die Re­gis­ter-Nr. des Un­ter­neh­mens

– Steu­er­num­mer / Um­satz­steu­er – Iden­ti­fi­ka­tions-Nr.

– zu­sätz­li­che An­ga­ben bei der GmbH: Be­nen­nung al­ler Ge­schäfts­füh­rer und, falls vor­han­den, des Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den  mit Fa­mi­li­en­na­men und min­des­tens ei­nem aus­ge­schrie­be­nen Vor­na­men

– zu­sätz­li­che An­ga­ben bei der AG: Be­nen­nung al­ler Vor­stands­mit­glie­der, wo­bei der Vor­stands­vor­sit­zen­de als sol­cher zu be­zeich­nen ist, so­wie des Vor­sit­zen­den des Auf­sichts­ra­tes mit Fa­mi­lien­na­men und min­des­tens ei­nem aus­ge­schrie­be­nen Vor­na­men.

Des Wei­te­ren führt das EHUG z. B. zu Ver­schär­fun­gen im Hin­blick auf die Of­fen­le­gung von Jah­res­ab­schlüs­sen. Ge­mäß § 325 Abs. 1 und 2 HGB ha­ben al­le Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten durch de­ren ge­setz­li­che Ver­tre­ter den Jah­res­ab­schluss spä­tes­tens vor Ab­lauf des 12. Mo­nats des dem Ab­schluss­stich­tag nach­fol­gen­den Ge­schäfts­jah­res beim Be­trei­ber des elekt­ro­ni­schen Bun­des­an­zei­gers in elek­tronischer Form ein­zu­rei­chen und un­ver­züg­lich nach der Ein­rei­chung dort be­kannt ma­chen zu las­sen. Die­se Ver­pflich­tung gilt auch für be­stimm­te of­fe­ne Han­dels­ge­sell­schaften und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung.

Im Rah­men der al­ten Ge­set­zes­la­ge wur­den Ver­stö­ße hier­ge­gen nur auf An­trag ver­folgt. Nun­mehr er­folgt ei­ne Prü­fung von Amts we­gen da­hin­ge­hend, ob al­le Un­ter­la­gen voll­stän­dig ein­ge­reicht wor­den sind. Be­trof­fe­nen, die hier­ge­gen ver­sto­ßen, droht ein Ord­nungs­geld zwi­schen 2.500,00 € und 25.000,00 € zu­züg­lich der Kos­ten des Ver­fah­rens.

Bei Fra­gen zu den Neu­re­ge­lun­gen durch das EHUG ste­hen wir selbst­vers­tänd­lich gern zur Ver­fü­gung.

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