02 Sep 2016

Effektives Inkassomanagement

0 Kommentare

In Zeiten zunehmender Insolvenzverfahren und mangelnder Zahlungsmoral ist es für einen
Gewerbetreibenden unbedingt notwendig, eigene Forderungen effektiv und schnell beizutreiben. Deshalb versuchen viele Unternehmer, ihre Außenstände selbst einzutreiben bzw. übertragen ihre Forderungsbeitreibung auf ein Inkassounternehmen. Diese Vorgehensweise bürgt jedoch
erhebliche Risiken in sich.

Der Unternehmer, welcher seine Forderungen selbst beitreibt, muss erhebliche Zeit, Nerven und Geld investieren, was letztlich nicht vergütet wird. Denn außer den Mahnkosten in Höhe von 5,00 € pro Mahnschreiben können keine zusätzlichen Kosten geltend gemacht werden. Darüber hinaus lassen sich erfahrene Schuldner von Mahnschreiben bzw. Schreiben von Inkassobüros
(lediglich 50% aller angeschriebenen Schuldner reagieren auf Schreiben von Inkassobüros) nicht mehr einschüchtern. Ein erheblicher Zeitverlust ist auch für den Fall einzuplanen, in dem die
Inkassobüros die Angelegenheit an ihre Vertragsanwälte weitergeben. Dies geschieht in der
Regel dann, wenn der Schuldner Einwände gegen die geltend gemachte Forderung erhebt.

In kürzester Zeit sollte die Forderung gegen den Schuldner realisiert werden. Selbst wenn der Schuldner momentan nicht zahlungsfähig ist, ist die Erlangung eines Vollstreckungstitels
anzuraten. Mit einem Vollstreckungstitel kann 30 Jahre lang versucht werden, gegen den
Schuldner zu vollstrecken.

Es sollte daher spätestens nach der zweiten Mahnung ein Mahnbescheid oder eine Zahlungsklage erhoben werden.

Bezüglich der Vorgehensweise gegen säumige Schuldner, über Möglichkeiten der außergericht-lichen Klärung, eines eventuell einzuleitenden Mahnverfahrens oder der Einreichung einer Klage beraten wir Sie gern.

[zum Anfang]